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Emerenz Meier
Blog - Literatur
Mittwoch, den 14. Januar 2015 um 16:28 Uhr
Am Donnerstag, den 15. Januar 2015, wird um 22.30 h im Bayerischen Fernsehen mein Film
Emerenz Meier - Von Schiefweg nach Chicago
gesendet.

Wer mehr über die Bayerwaldschriftstellerin erfahren möchte, dem sei diese Neuerscheinung empfohlen:

Ein ausgezeichnetes Buch, das die Schriftstellerin Emerenz Meier in Briefen und Texten vorstellt und die sozialgeschichtlichen Hintergründe der Emigration und das Leben der deutschen Auswanderer in Chicago beleuchtet -
Erschienen im Lichtland Verlag.
 
Geld - Rettungsschirm
Blog - Literatur
Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 09:48 Uhr
Der große Komödiendichter Johann Nepomuk Nestroy ließ sein 1847 geschriebenes Stück "Der Schützling" mit dem Satz beginnen:
"Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig?" Dem ist nicht hinzuzufügen.
 
Karl Valentin
Blog - Literatur
Donnerstag, den 10. Februar 2011 um 21:16 Uhr
Gestern vor 40 Jahren starb der große Karl Valentin.
"Von 3 Mark im Jahr kann man nicht leben.  -  Da heißt's einteilen!"
http://www.history-vision.de/detail/5210.html
 
Lisa Hoffman in memoriam
Blog - Literatur
Freitag, den 01. Oktober 2010 um 10:30 Uhr
"Das Leben ist zu kurz. Iss die Nachspeise zuerst!"
Das war das Motto der Jüdin Lisa Hofmann, die vor den Nazis floh, eine Meisterin des Überlebens wurde und schließlich in New York als Gesellschaftrsreporterin glänzte.
Am 10. September ist sie jetzt im Alter von 91 Jahren in Amerika gestorben.
Als ich im letzten Jahr für den BR den Dokumentarfilm über Oskar Maria Graf drehte, hatte ich das Glück, sie in der Nähe von New York besuchen und interviewen zu dürfen. Mit Esprit und Witz erzählte sie von ihrem kurzen, stürmischen Liebesverhälnis mit Oskar!
Vor genau einem Jahr eschien im Heyne Verlag Lisas unsentimentale Autobiografie "Fräulein Hoffmans Erzählungen".
Für die Sendung Lesezeichen des BR habe ich diesen Filmbericht gemacht.
 
200 Jahre Oktoberfest/ literarisch
Blog - Literatur
Montag, den 27. September 2010 um 08:50 Uhr
"Wie gefällt's Ihnen denn auf der Wiesn? - Wer hat Ihnen denn das wunderschöne Herzerl geschenkt? - Wo haben Sie Ihr Dirndl gekauft? - Woher kommen Sie? - Sind Sie zum ersten Mal auf der Wiesn? - Wie hat Ihnen die Fahrt in der Krinoline gefallen?"
Wer all diese Fragen, gestellt von Reportern und -innen in unzähligen TV-Berichten, nicht mehr sehen und hören kann, u. a. weil er die Antworten kennt, dem sei ein online-Wiesnbummel empfohlen.
Die Bayerische Staatsbibliothek hat in Zusammenarbeit mit der Monacensia (u. anderen) das online-Portal Literatur in München (LIM) gegründet, das noch erweitert wird.  Dort kann man schmökern, was Dichter, Literaten und Autoren/innen über die Wiesn geschrieben haben.
Die Bayerische Landesbibliothek hat darüberhinaus Quellen und Darstellungen zum Münchner Oktoberfest online gestellt. Die digitalisierten Zeugnisse reichen bis zur Gründung zurück .Es lohnt sich! Man findet garantiert etwas Interessantes - und Neues!
 
Digitale Beschleunigung versus Muße
Blog - Literatur
Freitag, den 23. Juli 2010 um 15:46 Uhr

 

Überschlugen sich vor kurzem die Zeitgeistjournalisten noch über die schöne neue iPad-Welt von Apple, klagen sie jetzt - während der Hundstage – über den Fluch des permanenten online sein Müssens und den Verlust der Muße. Wer mehr erfahren möchte als die bekannten Textbausteine und Zitate, dem sei die Lektüre eines Klassikers empfohlen: „De brevitate vitae – Von der Kürze des Lebens“ von Seneca, erhältlich in der guten-alten Reclam Universal-Bibliothek für 3.- € und garantiert leichter und kleiner als das neue iPad. In dieser Schrift, die vor fast 2000 Jahren erschienen ist, stellt Seneca klar, dass das Leben nicht zu kurz ist, sondern wir es falsch gebrauchen. „Wir haben nicht zu wenig Lebenszeit, aber wir verschwenden zu viel davon.“ Wir verlieren uns im Vielbeschäftigtsein, gieren nach Ruhm, Macht/Geld und Zerstreuung anstatt unser eigenes Leben in Muße zu führen. Also: nicht das world wide web und seine Erfindungen sind schuld, sondern wir selbst, wir occupati.

 

 
axolotl...
Blog - Literatur
Donnerstag, den 18. März 2010 um 08:56 Uhr
Heute morgen beim Autofahren hörte ich in den Kulturnachrichten von Bayern 5, dass für die Verleihung des (sagen wir) großen Literaturpreises der Lepiziger Buchmesse die nominierte Autorin Helene Hegemann in einem Sonderzug der Bundesbahn (hoffentlich kommt er pünktlich und rechtzeitig an) nach Leipzig reist und dabei aus ihrem Werk "Axolotl Roadkill" lesen wird. DSDS - Deutschland sucht den SuperSchreiber/die Super-Schreiberin! Währenddessen diskutieren Experten: Darf man oder darf man nicht - ihr den Preis verleihen?
Bei meinen Recherchen habe ich ein in diesem Zusammenhang bisher unveröffentlichtes Video (Axolotl frisst Regenwurm) entdeckt, das ich dem interessierten Fachpublikum nicht vorenthalten möchte.
 
Bartleby - Salander
Blog - Literatur
Freitag, den 12. März 2010 um 08:48 Uhr
Lisbeth Salander, die weibliche Hauptfigur aus Stieg Larssons Thriller-Trilogie (Verblendung,Verdamnis und Vergebung) ist eine Nachfahrin Bartlebys.
Sie ist eine begnadete Rechercheurin mit fotografischem Gedächtnis, die (begründete und verständlichde) Kommunikationsprobleme hat und sich verweigert. Sie nimmt nur Jobs an, die sie wirklich interesseieren. Eine Außenseiterin.
 
"Hallo, das Leben kann übrigens auch ganz anders sein"
Blog - Literatur
Donnerstag, den 11. März 2010 um 08:34 Uhr
Wie anders das Leben sein kann erzählt die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel im SPIEGEL-Interview (NR.10/8.3.10):
"Viele betrachten die Welt kaum noch mit einem ganzheitlichen Blick. Ständig quantifizieren sie und messen ihr Leben: wie schnell die Karriere, wie viele Kinder, wie groß die Wohnung, gibt's Auto, Boot und Pferd?" Auto, Boot und Pferd (ABP): eine Klimax. Und dann machts plob: burnout. Es folgt ein "Brief an mein Leben" (Hallo, Leben).
Wer wirklich lesen will, wie anders das Leben sein kann, dem sei die die beunruhigende Erzählung von Herman Melville "Bartleby, der Schreiber" empfohlen. Sie ist fast 150 Jahre alt, aber immer noch gültig, erstauunlich gültig in Zeiten all der Hypes.
Bartleby sagt einfach: "Ich möchte lieber nicht" und verweigert sich. (plob)
Diese phantastische, unheimlich anmutende Geschichte gibt es in auch neuer, guter Übersetzung in verschiedenen (preiswerten) Ausgaben.
Einfach lesen!
 


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